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Los, lenk’ mich ab!

Warum ich mich entschieden habe, einen Blog über meinen Kampf mit dem inneren Sport-Schweinehund zu erstellen, hatte ich ganz am Anfange unter Guter Vorsatz für’s neue Jahr geschrieben. Kurz gesagt: Zur Selbstkontrolle, Motivation und zum Spaß.

Heute muss dieser Blog eine weiteren Zweck erfüllen: mich ablenken.

Aber der Reihe nach.
Ich war heute im Fitnesstudio. Bin sehr stolz auf mich, dass ich mich aufgerafft und durchgehalten habe.
Frisch geduscht, gut gelaunt und völlig zufrieden bin ich vorin heim gekommen. Da ich vor dem Sport nicht zum Essen gekommen bin, hatte ich ein leichtes Hüngerchen, wirklich nicht mehr. Super, dachte ich, da fällt es mir leicht, mein Schoki-Fasten und meine abendliche low-carb-/Trennkost-Vorsätze einzuhalten und zusätzlich durch eine kleine Portion noch Kalorien zu sparen.
Tja, denke nie, gedacht zu haben…
Nachdem ich mir also zunächst einen Mini-Gouda (auch genannt Babybel) gönnte, merkte ich, dass ich wohl doch mehr Hunger habe, als ich zunächst angekommen hatte. Also schnippelte ich mir noch 2 Tomaten und einen halben Mozzarella. Von einem Anfangs-Hungerfühl hätte das dicke reichen müssen. Das Schöne am Sport ist ja auch, dass ich danach wirklich wenig Hunger habe. Blöderweise kam heute der Hunger beim Essen…
Ruck zuck war der kleine Caprese leer und mein Magen noch nicht ausreichend voll. Damit ich jetzt aber nicht in eine Fressattacke verfalle, habe ich mich ein Glas Apfelsaftschorle eingeschenkt und lenke mich mit bloggen ab. Ich kenne solche Situationen, ich esse und habe da Gefühl, nicht satt zu werden und dann kommt noch das Verlangen nach Schokolade oder etwas richtig Herzhaftem dazu. Wahrscheinlich ist es gar kein richtiger Hunger, sondern eher Appetit, weil es so lecker war?! Heute will ich aber nicht nachgeben!

Während ich diesen Artikel hier schreibe, musste noch ein Mini-Babybel dran glauben, aber es wirkt, das Bloggen lenkt tatsächlich ab. Man sagt ja auch, das Sättigungsgefühl tritt erst nach etwa 20 Minuten ein. Passt ja.
Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob ich den aufkommenden Halsschmerzen eine heiße Milch mit Honig zu Gute kommen lassen werde.

Aber die Futter-Attacke ist abgewendet. Danke, Blog!

Trost, Belohnung und gute Laune – Drei Dinge auf einmal.

Die letzte Woche war gelinde gesagt bescheiden. Viel Stress und gesundheitlich fünf Tage am Stück absolute Durchhänger. Ich dachte schon, da ist etwas im Anflug, das mich dann komplett umhaut. Aber ich habe mich doch wieder berappelt.

Mit Sport war letzte Woche natürlich auch “Essig”. Und bzgl. des Schokoladen-Fastens hatte ich dann auch einen schwachen Tag, an dem ich abends einem Schaumkuss verfallen bin.

Auch von der jetzigen Woche habe ich nicht viel erwartet und der gestrige Montag war auch alles andere als mein Tag.

Etwas lustlos und demotiviert, weil ich eigentlich nur müde war, habe ich dann aber doch die Sporttasche gepackt und bin ins Fitnesstudio marschiert. Ich beschloss, heute nicht an die Geräte zu gehen, sondern zum Zumba.

Diese 60 Minuten waren die besten der letzten neun Tage!

Wie immer war die Musik mitreißend und schon beim zweiten Lied bekam ich alleine von den Songs bessere Laune. Dazu die Schritte und Figuren, die heute – wie für mich gemacht – weder zu schnell noch zu langsam waren. Ich kam gut ins Schwitzen, ohne völlig fertig zu sein. Mein Körper fühlte sich von Lied zu Lied leichter an. (Wenn es nur auch so wäre ;-) ) Das war heute Sport für die Seele, der schlicht und einfach Spaß gemacht und gut getan hat.
Ein wunderbarer Trost für die vergangene Woche und Belohnung, dass ich trotzdem durchgehalten und mich dann auch noch zum Sport aufgerafft habe. Außerdem bin ich nach wie vor gut gelaunt und gehe die nächsen Tage wieder anders an. Freue mich jetzt schon auf die nächste Sporteinheit.

Trost, Belohnung und gute Laune. Wer sagt, drei Dinge auf einmal gehe wirklich nicht, der sollte Zumba mal ausprobieren (geht aber natürlich auch mit anderen Sportarten ;-) ).

 

 

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